Vier Kandidat*innen treten in Höchstadt zur Bürgermeisterwahl an. Die Kolpingsfamilie lädt sie zur Podiumsdiskussion ein und erreicht neben den 300 Gästen im Saal weit über 1000 Zuschauer mittels Live Stream übers Internet – das wären ca. 10% der Einwohner Höchstadts!
Einige Leute in der Kolpingsfamilie machten sich zum Jahresbeginn Gedanken, ob man nicht eine Podiumsdiskussion durchführen solle, da ein neuer Bürgermeister zu wählen ist. Da sich dazu weder eine Lokalzeitung noch ein anderer Verein gemeldet hat und einige Anfragen bei Kolping ankamen, beschloss der Vorstand, diese Veranstaltung anzugehen. Mit der Erfahrung aus der gleichen Podiumsdiskussion vor 30 Jahren beschloss man die Planung des Events. Dann kam die Ideen dazu, das ganze per Live Stream ins Internet zu übertragen. Mit eigenen Fachleuten und externen Unterstützern schaffte man es, trotz kurzer Vorbereitungszeit, den Saal, die Veranstaltungs- und Übertragungstechnik sowie die Techniker zu buchen. Mit der Stadtverwaltung als Saal- und Youtube-Kanal-Eigentümer mussten die Datenschutz-Auflagen geklärt werden sowie die Presse informiert. Und der Aufbau sowie die Tests und Proben beanspruchten einen ganzen Tag, am Abend klappte aber dann alles.
Eingeladen in den Großen Saal der Kulturfabrik Höchstadt für Freitag, 20. Februar, 19:00 Uhr, Einlass 18:00 Uhr. Nach 20 Minuten war der Saal voll, die Einlasskontrolleure hatten zu tun, die weitern Gäste abzuweisen. Zum Glück waren Zettel mit Zugangsdaten für den Live Stream vorbereitet, mit denen die abgewiesenen Besucher nach Hause geschickt werden konnten.
Pünktlich um 19:00 Uhr wurde der Live Stream scharf geschaltet und Rudolf Weißmann konnte alle Gäste im Saal und an den Bildschirmen begrüßen, sowie die Regeln und den Ablauf des Abends erklären: Nach der Übernahme durch den Moderator Klaus Strienz gibts eine Vorstellrunde der Kandidatin und der drei Kandidaten. Bei der ersten Fragerunde kommen die Themen vom Moderator, entnommen aus der Handreichung des Landesverbandes Bayern. Zu jedem der 5 Themen gibt es immer 2 Minuten Redezeit, so das die erste Stunde gestaltet ist, die zweite Runde ist die Stunde der Gäste: Zuerst Fragen aus dem Publikum, dann redaktionell von der Co-Moderatorin Kathrin Younes zusammengefasst die aus dem Live Chat.
Nach fast 3 Stunden konnte Rudolf Weißmann sich bei den Kandidat*innen, beim Moderator und bei allen Gästen bedanken – 300 Teilnehmer im Saal, in der Spitze 550 eingeschaltete Geräte (mit meist mehr als 2 Zuschauern, wie man später in Gesprächen bestätigt bekommen hat) und über 3500 Clicks.
Beeindruckt hat alle Beteiligte die positive Atmosphäre im Saal, der sehr respektvolle Umgang der vier Kandidat*innen miteinander und das faire Verhalten der Besucher. Nach dem „Werbeblock“ für die Kolpingsfamilie wurde noch darauf hingewiesen, dass der Live Stream aufgezeichnet an gleicher Stelle im Internet (Youtube) bei zum Wahltag aufrufbar ist. Aus der Verfolgung der Daten zeigte sich das ungebrochene Interesse: Anfang März waren bereits über 5000 Click verzeichnet. Und die Mitwirkenden wurden überall und laufend auf den großen Erfolge angesprochen und angemailt: Die Kolpingsfamilie hat hier einen großartigen Dienst für die Allgemeinheit und die Demokratieförderung geleistet.





